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KILL THE PARISH (se) - WHEN HUMANITY IS OVERRATED

9/10 PUNKTE AUF THE WHIPLASHER

 

Trackliste:

1 – The Last Prayer

2 – Eyes Shut By Fear

3 – The Rising Of The Prophet

4 – Humanity Is Overrated

5 – Marked for Eternity

6 – Sacrificied

7 – Confession Of A Madman

8 – Take Your Final Breath

9 – The Righteous Blasphemy


Bestzung:

 Mikael – Gesang

Dennis – Bass

Björn – Gitarre

Tapio – Gitarre

Victor – Schlagzeug


Eine junge Death Metal Band aus Schweden? Klar, dass ich nicht lange warte und höre mir die Scheibe an, die am 1.9.2010 ihr Release feierte. 9 Titel, fast eine dreiviertel Stunde Spielzeit, das ist ordentlich.

Die fünf Jungs scheinen etwas gegen die Kirche zu haben, immerhin bedeutet der Name übersetzt etwa soviel wie „Tötet die Pfarrgemeinde“ und auch Titel wie „The Righteous Blashpemy“ lassen die Schweden nicht gerade so wirken, als würden sie in ihrer Dorfkirche Brötchen für die Erstkommunion belegen.

Doch zum musikalischen Aspekt, deswegen lest ihr das Ding hier doch, oder nicht? Die angesprochenen 9 Titel bewegen sich längentechnisch alle, zwischen drei und fünf Minuten und strotzen nur so vor Wut, Willenskraft und Pigsqueels.

Als bekennender Black Metal Fanatiker muss ich ja irgendwo ein Faible für Klischees haben, daher taugt mir der Opener „The Last Prayer“ auch gleich mal sehr. Schlagzeugmaschninengewehr, ein Breakdown gleich zu Beginn und dann natürlich das obligatorische „Breeeeeee“ mit dem Sänger Mikael seinen Platz einnimmt. Treibende Rhythmen, eine Double-Bass die einem Sturm gleicht und Gitarren, die die Nackenmuskulatur zum Mitmachen anregen, dominieren hier.

Aber was heißt „hier“? Ebenso lautstark geht’s weiter. Es ist Death Metal, allzu viele Überraschungen kann und will ich hier nicht erwarten, daher werde ich ab hier nur noch jene Songs ansprechen, die sich aus den anderen (qualitativ allesamt hochwertigen) Lieder herausheben.

Daher komme ich unweigerlich zu Titel #3, namens „Humanity is Overrated“. Ärger über die Menschheit; die Frage warum wir eigentlich die „Spitze der Evolution sind“, spricht man mir  hier aus der Seele. Gute vier Minuten böllert mir der deftige Sound entgegen, danach fahre ich direkt fort mit „Marked For Eternity“. Wenn es sich hier nicht um meinen Favoriten handelt, ist das Teil zumindest verdammt nah dran. Hier finden sich auch die ersten richtig melodiösen Stückchen, die den harten Kern des Albums ein bisschen aufmischen. Toll eingebaut!

Gleich der nächste Titel „Sacrificied“ hat's mir ebenfalls angetan. Schnelle, kantige Riffs gepaart mit Soli und...*Trommelwirbel* Breakdowns ergeben ein geniales Gesamtwerk. Hab ich schon betont, dass ich Breakdowns mag? Ja? Egal, dazu beim Fazit noch mehr.

Da die letzten drei Stücke wirklich alle verdammt gut reingehen, entscheide ich mich für einen von ihnen und schreib noch ein bisserl was darüber: “The Righteous Blashpemy“ läutet nämlich das Ende des Silberlings ein und macht diesen Job wirklich hervorragend. Langgezogene Growls, Breakdowns, MG-Schlagzeug und Riffs bilden so ungefähr das, was ich als für mich persönlich als den Death Metal bezeichnen würde, der mir wirklich durch Mark und Bein geht. Schreit mit, lasst die Köpfe kreisen, wippt mit den Füßen im Takt, vollkommen egal. Aber kalt lässt einen weder das letzte Stück des Albums, noch das Gesamtwerk.

Herrliche Überleitung zum Fazit, da muss ich mir mal eben selbst auf die Schulter klopfen. -Pause- Erledigt. „When Humanity Is Overrated“, das neue Werk der Schweden „Kill The Parish“ haut rein. Zumindest bei mir und das obwohl ich Death Metal nur vereinzelt höre, geschweige denn mich derart davon begeistern lasse. Jeder einzelne Song des Albums gefällt und lässt einmal mehr die Schweden als das ultimative Metal-Volk dastehen.

Ich habe also die Ehre, meine bisher höchste Wertung zu geben. Mit 9/10 Punkten gibt’s für „When Humanity Is Overrated“ eine klare Kaufempfehlung.

 

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